Wo täglich viele Menschen gemeinsam lernen und arbeiten, ist Sicherheit mindestens genauso wichtig wie gute Bildung. Wie gelingt es, dass sich alle physisch, sozial und digital sicher fühlen in einer Umgebung, die ständig in Bewegung ist? Harm Koudijzer, Teamleiter Facility Management, berichtet über die Bedeutung von Sicherheit bei mboRijnland.
Bei mboRijnland ist Sicherheit kein isoliertes Regelwerk, sondern eine feste Arbeitsweise. Von pädagogisch geschulten Hausmeistern bis hin zu einer zentralen Ersthelfer-Organisation für acht Standorte. Schritt für Schritt hat die Organisation ein System aufgebaut, in dem Menschen und Technologie sich sinnvoll ergänzen. Safeguard bietet mboRijnland jederzeit einen klaren Überblick darüber, wer anwesend ist, wer handeln kann und wie schnell Hilfe geleistet wird, standortübergreifend und jeden Tag.
Sicherheit bei mboRijnland
„Sicherheit wird bei uns als Thema immer wichtiger“, erzählt Harm. Er arbeitet seit 2011 bei der Organisation und hat in dieser Zeit große Veränderungen im Berufsbildungsbereich erlebt.
„Unsere Zielgruppe ist sehr vielfältig. Wir haben angehende Absolventinnen und Absolventen, die kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben stehen, aber auch junge Menschen, die noch auf der Suche nach Orientierung sind. Herkunft, Wohnumfeld sowie Werte und Normen aus dem Elternhaus beeinflussen stark, wie sich Studierende im Schulalltag verhalten. Gleichzeitig verändert sich unsere Gesellschaft. Online und offline sind zunehmend miteinander verflochten. Wir erleben häufiger Aggressionsvorfälle oder digitale Bedrohungen, die außerhalb der Schule entstehen, aber direkten Einfluss auf das Geschehen innerhalb der Schule haben.“
Deshalb versteht mboRijnland Sicherheit als ein ganzheitliches Thema, physisch, sozial und digital. „Als Schule können wir das nicht allein leisten“, so Harm weiter. „Es braucht die Zusammenarbeit mit Polizei, sozialen Einrichtungen und auch mit Eltern. Bildung bedeutet längst mehr als Wissensvermittlung. Es geht ebenso um Sicherheit, Wohlbefinden und Menschlichkeit.“
Pädagogisch geschulte Hausmeister als Schlüsselrolle
Das Sicherheitskonzept von mboRijnland beginnt bei den Menschen vor Ort. „Unsere Facility-Teams bestehen aus Hausmeistern, die alle pädagogisch geschult sind“, erklärt Harm. „Sie kennen die Studierenden, wissen, was sie beschäftigt, und erkennen frühzeitig, wenn sich Situationen zuspitzen. Zu Beginn jedes Schuljahres investieren wir bewusst viel Zeit in den Aufbau von Beziehungen. Diese Verbindung ist entscheidend. Je besser man die Studierenden kennt, desto geringer ist das Risiko von Eskalationen.“
Zusätzlich arbeitet mboRijnland mit einem Betreuungsteam, das bei komplexen Fragestellungen unterstützt. „Wenn wir merken, dass es jemandem nicht gut geht, versuchen wir frühzeitig einzugreifen und gemeinsam eine passende Lösung zu finden. Unser Ziel ist, dass sich alle sicher fühlen, körperlich und mental.“
Eine einheitliche Sicherheitsstruktur für acht Standorte
mboRijnland verfügt über acht Standorte mit einer klaren und einheitlichen Ersthelfer- und Notfallstruktur. „An jedem Standort gibt es einen Ersthelfer- und Notfallplan, alle nach dem gleichen Aufbau“, berichtet Harm. „Insgesamt arbeiten rund 230 Ersthelfer im Betrieb mit der App. Diese Anzahl ist notwendig, da Anwesenheiten je nach Tag und Standort stark variieren. Zusätzlich übernimmt jede Lehrkraft die Rolle des Räumungshelfers, sodass im Alarmfall immer ausreichend Personen verfügbar sind.“
Diese einheitliche Struktur wird durch Safeguard unterstützt. Über das Dashboard haben die Teamleitungen im Facility Management jederzeit Echtzeit-Einblick in Anwesenheiten und Verfügbarkeit der Ersthelfer. „Wir nutzen die Anwesenheitsübersicht, um zu prüfen, ob ein Standort ausreichend abgesichert ist. Bei Bedarf können wir sofort reagieren“, erklärt Harm. „Außerdem führen wir regelmäßig Testmeldungen durch, damit alle mit der App vertraut bleiben und aufmerksam sind.“
Durch die Verbindung aller Standorte in einem System entsteht nicht nur Übersicht, sondern auch Ruhe und Klarheit. Ob in Leiden, Gouda oder Zoetermeer, überall gelten dieselben Abläufe und Werkzeuge. Das macht die Ersthelfer-Organisation zuverlässig, skalierbar und zukunftsfähig
Von Funkgeräten zur Ersthelfer-App
Der Wechsel zu Safeguard begann mit einer bekannten Herausforderung: Funkgeräte. „Funkgeräte waren bei uns immer problematisch“, sagt Harm. „In der Praxis waren sie im Unterricht oft ausgeschaltet. Außerdem konnten Lehrkräfte sich nicht direkt gegenseitig erreichen. Die Kommunikation lief ausschließlich über den Hausmeister, was bei einem Vorfall zu Verzögerungen führte. Das war nicht mehr zeitgemäß.“
Daher suchte mboRijnland nach einer App-basierten Lösung. „Wir haben drei Systeme geprüft und uns schließlich für Safeguard entschieden. Die App funktionierte sofort zuverlässig und der Kontakt mit dem Safeguard-Team war von Anfang an sehr angenehm. Wenn wir Fragen haben, erhalten wir schnell eine Antwort. Diese persönliche Betreuung schätzen wir sehr.“
Safeguard im täglichen Einsatz
Mit acht Standorten, tausenden Studierenden und hunderten Mitarbeitenden ist kein Tag wie der andere. „Wir haben große Gebäude, kleinere Unterrichtsstandorte, Praxisräume und offene Bereiche, in denen sich Studierende begegnen“, beschreibt Harm. „Das macht die Koordination von Sicherheit und Ersthelfern komplex. Zumal sich Anwesenheiten ständig ändern. In solchen Situationen möchte man sofort wissen, wer vor Ort ist und wie diese Person schnell erreicht werden kann.“
Alle Ersthelfer bei mboRijnland nutzen Safeguard auf ihren Diensthandys. Die Organisation setzt aktiv verschiedene Funktionen ein, darunter Push-to-Talk, Evaluationsformulare, Unterbesetzungswarnungen sowie Szenarien wie Aggression, Brand, Erste Hilfe, Reanimation und stiller Alarm. „Mit Safeguard haben wir eine App, die überall gleich funktioniert“, sagt Harm. „Egal ob in Leiden oder Gouda, jeder weiß genau, was zu tun ist und wer verfügbar ist.“
Die Stärke liegt laut Harm im Überblick und in der Effizienz. „Im Ernstfall sehen wir sofort, wo sich Ersthelfer befinden und wer reagieren kann. Das spart enorm viel Zeit, gerade in einer Bildungsumgebung, in der sich Studierende frei bewegen und immer viel passiert.“
Um eine einheitliche Arbeitsweise sicherzustellen, werden die Teams zu regelmäßigen Testmeldungen ermutigt. „Sicherheit bleibt Menschenwerk“, betont Harm. „Wir haben wechselnde Teams und neue Mitarbeitende. Durch regelmäßiges Üben stellen wir sicher, dass die App nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im entscheidenden Moment.“
Ausblick: Sicherheit als kontinuierlicher Prozess
„Sicherheit bleibt immer Menschenwerk, die Kombination mit der richtigen Technologie macht den Unterschied“, fasst Harm zusammen. „Safeguard unterstützt uns dabei jeden Tag. Die App ist benutzerfreundlich, passt zu unserer Arbeitsweise und wächst mit uns mit. Durch die Verbindung von Technologie mit dem Engagement und der Erfahrung unserer Mitarbeitenden bleiben wir vorbereitet auf das, was kommt. Die Basis steht, aber es gibt noch viele Möglichkeiten. Diese entwickeln wir gemeinsam mit Safeguard weiter.“
mboRijnland ist ein großes regionales Berufsbildungszentrum mit 12 Standorten an 6 verschiedenen Orten in Alphen aan den Rijn, Gouda inklusive Waddinxveen, Leiden, Leidschendam-Voorburg, Woerden und Zoetermeer. Mit über 16.000 Studierenden und 1.700 Mitarbeitenden bietet die Schule ein breites Ausbildungsangebot, von Technik und Pflege bis hin zu Wirtschaft.